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Gute Winterreifen sind Garanten für eine sichere und unbeschwerte Fahrt. Egal, ob Laub, Schnee, Regen oder Eis: Winterreifen besitzen ein hervorragendes Profil und überzeugen durch eine hervorragende Anpassung an variierende Untergründe. Bei Winterreifen existieren nach wie vor unzählige Gerüchte. Wir klären Sie über die Top 10 der falschen Mythen über Winterreifen auf!

Mythos 1: Winterreifen sollten von „Oktober bis Ostern“ genutzt werden

Viele Zeitschriften empfehlen die Verwendung von Winterreifen nach der Oktober-bis-Ostern-Regel. In Deutschland schreibt das Gesetz eine ganz andere Verhaltensweise vor. Winterreifen mit der „M+S“- Kennzeichnung und einer passenden Profiltiefe sollten aufgezogen werden, wenn Eis und Schnee zu erwarten sind. Diese Pflicht wird als „situative Winterreifenpflicht“ bezeichnet. In der Europäischen Union sind diejenigen Produkte als Winterreifen zu betrachten, die mit der Aufschrift „M+S“ versehen sind. Die besten Winterreifen sind die, die mit einem Schneekristall- oder Schneeflocken-Symbol versehen sind. Die Anforderungen an solche Reifen werden von den meisten europäischen Herstellern deutlich übertroffen.

Mythos 2: Die Reifen sollten beim ersten Frost oder Schneefall gewechselt werden

Viele Personen empfehlen das Aufziehen von Winterreifen beim ersten Schneefall oder Frost. Moderne Winterreifen bieten aber auch auf trockenen Straßen viel Sicherheit – erheblich mehr Sicherheit als Sommerreifen. Ein besonders gefährlicher Irrtum liegt in der Ansicht, dass Sommerreifen bei vereisten Fahrbahnen sicherer seien als Winterreifen. Ein katastrophaler Irrglaube!

Mythos 3: Ein Reifenwechsel ist spielend einfach!

Egal, ob Kinderspielplatz, Carport oder unter einer Brücke: Winterreifen mal „so eben“ aufziehen, ist nicht möglich. Der kostenpflichtige Service sollte nicht auf eigene Faust erfolgen. Ansonsten drohen deutliche Funktionseinschränkungen und Sicherheitsrisiken. Das Reifenprofil kann sich bei unsachgemäßer Montage ungleichmäßig abnutzen, wodurch Fahrwerk und Stoßdämpfer in Mitleidenschaft gezogen werden. Die vermeintlichen Ersparnisse können später durch teure Reparaturkosten aufgewogen werden.

Mythos 4: „Gut und günstig“ zählt natürlich auch bei Winterreifen

Wer sich bei Winterreifen auf die günstigsten Modelle verlässt, wird in puncto Qualität enttäuscht werden. Die Laufleistung günstiger Reifen aus Asien fällt deutlich niedriger aus als bei hochwertigen Modellen. Schlechte Materialien und ungenügende Reifenprofile können dafür sorgen, dass sich der Bremsweg erhöht und die Sicherheit beeinträchtigt wird.

Mythos 5: Ohne Termin in die Werkstatt fahren – Winterreifen sind schnell aufgezogen

Wer Winterreifen wechseln möchte, sollte nicht ohne Termin in eine Werkstatt fahren. Ansonsten könnte das „kurze Wechseln“ in ein „langes Warten“ ausufern. In der Herbst- und Wintersaison ist es normal, dass Werkstätten mit Kunden geflutet sind. Daher sollte für eine verlässliche Planung und kurze Wartezeit ein Termin für die Reifenmontage vereinbart werden.

Mythos 6: Alle Winterreifen sind gleich!

Wer der Ansicht ist, dass Winterreifen auf jedes Fahrzeug montiert werden können, irrt sich. Einige Reifen wurden speziell abgestimmt und erbringen bei anderen Automobilen lediglich mittelmäßige Dienste. Kostengünstige Reifen gibt es zuhauf: Diese haben in den meisten Fällen auch die passende Dimension. Allerdings müssen Abstriche in puncto Sicherheit hingenommen werden. Ein modernes Reifenprofil ist bei günstigen Varianten ebenfalls nicht immer zu erwarten. Gleiches gilt für das subjektiv gute Fahrgefühl, das sich nur bei einer hervorragenden Abstimmung einstellt.

Mythos 7: Haltbarkeit von Winterreifen durch frisches Herstellungsdatum verlängern

Winterreifen werden im Frühjahr produziert, damit im Winter genügend Reifen vorrätig sind. Die Produktionsstätten der großen Hersteller sind über den gesamten Globus verteilt. Die Auswahl eines bestimmten Wunsch-Produktionsdatums ist nicht möglich. Die Haltbarkeit der Winterreifen wird dadurch auch nicht verbessert – beim Kauf sind sämtliche Reifen ungenutzt. Einige Monate Altersunterschied sind nicht von Relevanz. Reifen sollten immer dann erneuert werden, wenn das Profil zu gering ist. In Deutschland ist das Reifenprofil zu gering, wenn die Reifen auf 1,6 Millimeter abgenutzt sind. In Österreich beträgt die Mindest-Profiltiefe vier Millimeter. Reifen mit einem abgefahrenen Profil können nicht sonderlich viel Wasser verdrängen. Dies kann zu Aquaplaning führen. Wenn die Winterreifen vor mehr als sechs Jahren produziert wurden, sollten diese ausgewechselt werden. Dies liegt an den Weichmachern im Material, welche sich langsam verflüchtigen. Sobald die Elastizität der Gummimischung nachlässt, kann dies zu einer geringen Bodenhaftung führen.

Mythos 8: Eco-Reifen sparen Sprit

Automobile verbrauchen im Winter mehr Kraftstoff als im Sommer, insbesondere wegen der Kälte, der Heizung und den Scheinwerfern. Sitzheizung, Heckscheiben-Beheizung & Co. tragen ebenso dazu bei. Ein optimaler Reifendruck von 0,2 bis 0,3 bar über dem empfohlenen Wert kann den Spritverbrauch erheblich verringern. Ein geringer Rollwiderstand ist für eine spritsparende Fahrweise von Vorteil.

Mythos 9: Beim Reifenwechsel den Druck überprüfen, reicht vollkommen aus

Eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks ist Pflicht. Eine Überprüfung sollte nicht nur beim Reifenwechsel durchgeführt werden. Eine Reifendruck-Kontrolle sollte einmal pro Monat erfolgen. Einige Fahrzeuge besitzen ein automatisches Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS). Viele dieser Systeme zeigen aber nicht den genauen Druck an, weshalb sich nicht darauf verlassen werden sollte.

Mythos 10: Reifendruck messen: Jederzeit möglich?

Das Messen des Reifendrucks sollte nur erfolgen, wenn die Reifen kalt sind. Bei warmen Reifen dehnt sich die Luft aus, was den Messwert ganz erheblich verfälschen kann.


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